Kinokreis und VHS starten Filmreihe

Kategorie: Kultur

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v.l.n.r.: Will sich die Premiere nicht entgehen lassen: Bürgermeister Andreas Bukowski mit Kinokreis Mitglieder Günter Rudolf und Ute Dechent und Ideengeber und Initiator der neuen Matinée-Reihe Michael von Ferrari und VHS-Leiterin María Ros de Andrés.

Auftakt der Film-Matinée-Reihe im Haarer Kino

Was will der Lama mit dem Gewehr? Die Frage ist zugleich Titel des Films zur Premiere eines neuen Kinoformats des neu gegründeten Kinokreiseses und der VHS. „Es ist einfach ein spannendes Format außerhalb des Üblichen, dass die Haarer Bevölkerung überragend angenommen hat, wie wir durch das ausverkaufte Haus sehen können“, zeigt sich VHS-Leiterin Lourdes María Ros de Andrés begeistert: „Es hat uns sehr gefreut, dass ein Film außerhalb des Mainstreams so viel Interesse hervorruft.“

 

Demokratie will gelernt sein

Der Eröffnungsfilm der Matinée-Reihe spielt im glücklichen und beschaulichen Bhutan, einem kleinen buddhistischen Königreich im Himalaya. Frei nach dem Motto „Nichts ist schlimmer, als gut gemeint“ will der König eines Tages sein Volk beglücken und führt sowohl den Internetzugang als auch die Demokratie ein. Die „Untertanen“ können damit jedoch nicht viel mit Errungenschaften wie einen Wahlkampf oder gar moderne Agenten wie James Bond anfangen. Schließlich scheint der Lama mit seinem Latein beinahe am Ende. Ein junger Mönch soll schließlich ein Gewehr für eine Zeremonie besorgen. Der Film „Was will der Lama mit dem Gewehr?“ (original: The Monk and the gun) von Regisseur Pawo Choyning Dorji, offenbart humorig die Eigenheiten und Liebenswürdigkeit seiner Landsleute vor der atemberaubenden Kulisse des Himalayas.

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VHS im Dialog

Weil der Film den einen oder anderen Gedanken zum Demokratieverständnis aufwirft und das Bedürfnis zum Austausch anregt, diskutieren im Anschluss Haars Fraktionsvorsitzende Dietrich Keymer (CSU), Thomas Fäth (SPD), Peter Siemsen (FDP) und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen/Bündnis 90 Ulrike Olbrich. „Als Quintessenz des Gespräches kann man sagen, dass es den Teilnehmern darum ging, die Meinungsvielfalt zu respektieren, Kompromisse zu finden und miteinander im Gespräch zu bleiben“, bringt Ros de Andrés, Moderatorin der Runde, den Austausch auf den Punkt und stellt fest: „Die Zeit war leider ein wenig zu kurz bemessen, um noch Fragen aus dem Publikum besprechen zu können. Wir mussten das Kino dann wegen der nächsten Veranstaltung dann doch schneller verlassen, als wir gedacht hatten.“

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Mit und ohne

Der Auftakt der Matinée-Reihe ist also gelungen. „Wir vom Kinokreis und der VHS sind begeistert über den großen Zuspruch und freuen uns schon auf die nächsten Vorstellungen. Ich habe den Eindruck, dass wir auch in Zukunft mit einem großen Publikum rechnen können“, sagt Ros de Andrés. Eine Talkrunde ist jedoch nicht immer vorgesehen, erklärt die VHS-Leiterin: „Wenn es anbietet, planen wir weitere Gesprächsrunden, das wollen wir sehen. Es ist ja auch so, dass nicht alle zu einer Diskussionsrunde bleiben wollen. Das hat einfach etwas mit den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben zu tun.“ In den nächsten Monaten darf das Matinée-Publikum auf Filme wie „Wildes Land – Rückkehr in die Natur“ (Dokumentarfilm, Großbritannien), „Das schweigende Klassenzimmer“, nach einer wahren Begebenheit aus der DDR, „Ein kleines Stück vom Kuchen“ (europäisch-iranische Produktion) oder die französische Komödie „Oh lala“, die italienische Tragikomödie „Morgen ist auch noch ein Tag“ neugierig sein.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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